CONCRETE SOFTNESS

In Städträumen fühlen sich öffentliche Plätze oft ungemütlich und kalt an. Die Gebäude, Architektur und Oberflächen sind hauptsächlich funktional, langlebig und schützend gestaltet. Dadurch bleibt wenig Platz für Gemütlichkeit, Bequemlichkeit und Verbundenheit. Auch Verhalten in diesen Räumen wird davon beeinflusst. Wir halten eine bestimmte Haltung ein und meiden persönlichen Kontakt. Es scheint fast unmöglich, sich auszuruhen oder einfach den Boden und die Umgebung zu berühren.

„CONCRETE SOFTNESS“ widmet sich dieser Vermissten Weichheit udn Verspieltheit im öffentlichen Raum. In grünen Wiesen, Parks und/oder Gärten zeigen Tänzer:innen eine Vorstellung, bei der sie mit beweglichen, kugelförmigen Objekten interagieren. Diese Objekte haben glänzende graue Oberflächen. Sie dienen als „spielerische Verbindung“ zwischen den Künstler:innen und ihrem Publikum. Durch tänzerische und akrobatische Bewegungen entstehen viele verschiedene Bilder: von weichen Kissen bis zu festen Felsen, von riesigen Köpfen bis zu Tieren mit vier Beinen und vieles mehr. Die Kugelobjekte ermöglichen Bewegungen, die sonst nicht möglich wären. Sie bieten eine weiche Unterlage in der harten städtischen Umgebung und erlauben fließende Bewegungen sogar auf unebenem Boden. Die runde Form der Objekte lädt zu neuen Arten der Fortbewegung ein, indem sie zum Springen, Abprallen und interaktiven Spiel ermutigt.

Wie reagieren wir auf Hindernisse? Wie können Zusammenstöße zwischen Gegensätzen neue Energie erzeugen? Welches ungenutzte Potenzial steckt in Weichheit und der Kraft des Abprallens?

ADAPTION INDOOR:

„CONCRETE SOFTNESS – in white corridors“ ist eine ca. 20 Minütige Adaption für den Innenraum, die in mehrere Schleifen performt werden kann:
Ursprünglich für den öffentlichen Raum entwickelt, bringt sie weiche und fantastische Bewegungsausformungen in die weißen Gänge von Museen, Hallen, Theaterfoyers. Die Tänzer:innen interagieren mit glänzenden, kugelförmigen Objekten und im Zusammenspiel mit einem Perkussionisten. Die dabei entstehenden Aktionen und Bilder sind im stetigen Wandel: Weiche Kissen werden zu festen Felsen, wilde Tiere erwachen zum Leben. Hindernisse erzeugen Energie, Gegensätze kollidieren…



Konzept: make a  move collective

Von und mit: Charlotte Brohmeyer, Jennifer Döring (Recherche), Wayne Götz (Recherche), Maria Golding, Jan Lorys, Anna Kempin (Recherche), Karoline Strys, Tim Weseloh, Borys Słowikowski (live-music)

Gefördert und Unterstützt durch:
Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste
Kulturamt der Stadt Köln
Comedia Theater Köln
Residenz Lake Studios Berlin
Raum der Künste e.V.
Quartier am Hafen / Museumsnacht Köln 2023